Impressum:

Eine Koproduktion mit Kunsthaus Pasquart Biel und Philosophicum Basel.

Mit freundlicher Unterstützung von Kanton Bern, Stadt Biel, Kanton Solothurn, Stadt Solothurn, Swisslos-Fonds Basel-Stadt, Migros Kulturprozent, Ernst Göhner Stiftung, Stiftung Temperatio, Däster Schild Stiftung, Stiftung Edith Maryon, Paul Schiller Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung, Österreichisches Kulturforum Bern u.a.

Die Aufführungsrechte liegen beim Literaturverlag Droschl, Graz.

Verein "Der einzige Ort"

c/o Ariane Gaffron

Vogelsang 74

2502 Biel

 Spiel Margit Maria Bauer, Ariane Gaffron, Michael Hasenfuss, Stefan Liebermann 
 Künstler Sandrine Pelletier (Biel), Andreas Stäuble (Basel), Haishu Chen (Winterthur)
 Musik Martin Hägler (Solothurn/Biel) 
 Konzeption und Regie Ariane Gaffron, Stefan Liebermann 
 Kooperationspartner Pasquart Kunsthaus Biel, Philosophicum im Ackermannshof Basel.

Der Text ist dem Roman Der einzige Ort von Thomas Stangl entnommen. Die Auswahl besorgten Ariane Gaffron und Stefan Liebermann.

Zwei junge Männer begeben sich Anfang des 19. Jahrhunderts auf die waghalsige Reise ins sagenumwobene Timbuktu.
Der Schotte Alexander Gordon Laing reist als Repräsentant der Supermacht Grossbritannien von Tripolis durch die Sahara, der Franzose René Caillié durchquert auf eigene Faust Guinea und Mali. Das fremde Land ist unberechenbar und gewaltig. Strapazen und Entbehrungen begleiten sie auf ihrem Weg. Ihre Überlebensstrategien, von der völligen Anpassung bis zur totalen Abgrenzung, erweisen sich als wenig wirksam. Wie erleben sie ihren Weg und was finden sie am Ziel der Reise wirklich vor? Mit seinem 2004 erschienen Afrika-Roman Der einzige Ort gelang dem Wiener Autor Thomas Stangl, der vor drei Jahren erfolgreich bei den Solothurner Literaturtagen gelesen hat, der grosse Durchbruch. 


Ariane Gaffron und Stefan Liebermann haben eine Live-Erzähl- und Spielfassung des grossartigen Romans entwickelt, ein exzessives Sprechprogramm für Literaturbegeisterte, Afrikareisende und alle, die in eine fremde Welt eintauchen möchten. Über vier Vorstellungen entfalten sich zwei voneinander unabhängige, auf Fakten basierende Reisegeschichten, die Thomas Stangl zu einem faszinierenden Sprachkunstwerk verarbeitet hat. Vier Schauspieler laden zur Teilnahme an den überwältigenden Erfahrungsberichten ein, erwecken Situationen und Figuren zum Leben, reflektieren über Sein und Sprache, tauchen ein in Mythologie und Geschichte Afrikas. Im Kunsthaus Pasquart Biel begegnen sie der Lausanner Künstlerin Sandrine Pelletier, die ein eigenes, von Stangls Text inspiriertes Werk schafft, das sich zwischen den vier Textséancen entfaltet und entwickelt, sinnlich wirkt, Grenzen aufbricht und Trennungslinien zieht. Sprache und Kunst treffen aufeinander, existieren miteinander und umkreisen dasselbe Thema. Mit verschiedenen Werkstoffen entsteht eine Architektur der Leere, die gleichsam zur Bühne für die Sprechperformance wird.

 

Eine Begegnung, deren Verlauf nicht kontrollierbar ist und die auf Hören, Spüren, Wahrnehmen und sich Einlassen basiert. Die Zuschauer nehmen an diesem unmittelbaren Ereignis teil und haben die Chance an vier zusammenhängenden Abenden in einen Raum des Erzählens und Erfahrens einzutauchen.

Im Kapuzinerkloster Solothurn kommt das Programm als mehrstündiger Marathon zur Aufführung. Der Berner Musiker Martin Hägler schafft einen Klangraum, der das Textgeschehen zu einem aufregenden Hörerlebnis verdichtet. Zwischen den Vorstellungen werden Getränke und Kleinigkeiten zu essen gereicht. Bei schönem Wetter laden Kreuzgang und Klostergarten ein.

Im November wird das Projekt im Basler Philosophicum im Ackermannshof gezeigt. Den Sprechern tritt hier der Performance-Künstler Andreas Stäuble gegenüber. Die Philosophen Stefan Brotbeck und Christian Graf perspektivieren die Vorstellungen mit einem Seminar zum Thema Das Fremde und das Eigene.

Die dreiteilige Marathonfassung wird im Frühjahr 2019 in der Villa Sträuli in Winterthur und in der Voirie in der Bieler Altstadt wieder aufgenommen. In Winterthur integriert die Vorstellung Arbeiten des chinesischen Künstlers Haishu Chen, in Biel ist erneut Martin Hägler dabei. In beiden Fällen gibt es in den Pausen zu essen und zu trinken. In Biel können die einzelnen Teile separat besucht werden.

- Nach dem Roman von Thomas Stangl -

Erzählung in vier Teilen für vier Schauspieler und einen Künstler.

DER EINZIGE ORT

Foto: Sandrine Pelletier